Der innovative Lebenslauf (1)

Recht häufig werde ich in einer Bewerbungsberatung gefragt, wie denn die Entscheider oder Personalverantwortlichen die Bewerbungsunterlagen sichten würden. Recht schnell und mit dem Lesen des Lebenslaufs zuerst und eben nicht mit dem Anschreiben, lautet meine Antwort.

Recht schnell? Ja, schon seit Jahren predige ich “Ihre Unterlagen kommen entweder in den ersten 30 Sekunden auf den Stapel A oder werden weggelegt”. Jetzt haben die Kollegen von Careerbuilder in einer Befragung meine Rede auch bestätigt. Und um sich in dieser knappen Zeit einen ersten Eindruck über die Kompetenzen und die Passung im Vergleich zum Anforderungsprofil verschaffen zu können, wird eben zuerst der Lebenslauf geprüft und nicht das Anschreiben. Und wie werden die Unterlagen gelesen? Auch wenn es eine Binsenwahrheit ist, bei uns von links oben nach rechts unten.

Was heißt das dann für Ihren Lebenslauf?
Er muss dem Leser recht schnell Auskunft über Ihre “Passung” geben. Machen Sie also daraus einen „innovativen Lebenslauf“ und erstellen Sie ihn Sie gleich nach folgenden Schema mit zuerst

  • auf was Sie sich konkret bei diesem Unternehmen bewerben und rechts Ihr Lichtbild
  • über welche summarischen Kompetenzen Sie genau für dieses Angebot verfügen
  • dann folgen Ihre einzelnen Stationen in amerikanischer Reihenfolge mit dem Neuesten oben
  • und zum Abschluß Ihre wichtigsten persönlichen Daten
  • und packen Sie das alles am Besten auf eine Seite.

Und wenn sie schon beim Umstellen sind. Verzichten Sie auf die immer noch gelehrte Gliederung eines blockweisen Aufbaus und Überschriften in der festen Reihenfolge von persönlichen Daten, Schule, Wehrdienst, Studium, Beruf und Fortbildungen bis zu den Hobbies. Denn diese Überschriften braucht man nicht mehr. Und wer hat denn heute noch so einen klassischen Lebenslauf ohne „Brüche“?

Alles was Sie an Tätigkeiten und Kompetenzen während Ihrer unterschiedlichen Lebensstationen erworben haben, also auch Ihre Fortbildungen, kommen in eine strikt chronologische Zeitreihung. Und nennen Sie bitte zuerst Ihre Tätigkeit und nicht das Unternehmen. denn es geht doch um Ihre Kompetenz und nicht um die Firma, bei der Sie angestellt waren.

[Update 12.05.2014]
Sie glauben, das geht nicht? Dann sehen Sie sich doch die Beispiele auf meiner Internetseite “Innovativer Lebenslauf – Aufbau” an und lesen Sie hier im Teil 2 meine Argumente für diese innovative Form.

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