Ist das Anschreiben sinnlos?

AIDA Konzept AnschreibenSchon immer haben mich die stereotypen Anschreiben aus dem Datenspeicher genervt. Beschreiben Sie den Lauf des Lebens – der Berufsentwicklung – nur noch einmal im Fliesstext, statt auf Fragen des Anforderungsprofils einzugehen.

Die Ergebnisse einer Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half aus dem November 2017, bei der 500 Manager befragt wurden, haben meine Kritik aber auch Tipps wieder einmal untermauert.

Danach sind die meisten Anschreiben nicht genügend aussagekräftig ( 48 %), sie sind sehr subjektiv (39 %) und „enthalten keinerlei Zusatzinformationen gegenüber dem Lebenslauf“ (32 %).

Und genau diesen dritten Punkt können Sie ändern um das Interesse des Lesers zu wecken. Denn das Anschreiben sollte sorgfältig erstellt und individuell an die Fragen des Zielunternehmens angepasst werden! Aus dem Datenspeicher und nur die Anschrift austauschen ist »tödlich«. Halten Sie sich auch bei der Gestaltung an die Brief-DIN 5008. Eine Anleitung finden Sie in der Wikipedia, Brief nach DIN 5008.

Bleiben Sie vor allem ehrlich, es zahlt sich aus, wie dieser Artikel der Absatzwirtschaft aus August 2015 zeigt.

Und auch daran sollten Sie denken. Bei mehreren dutzend Bewerbungen auf ein Stellenangebot bleibt aber zum Sichten der Unterlagen nur wenig Zeit. Eine erste schnelle Durchsicht in weniger als eine Minute ist kein Gerücht, sondern ein Wert aus der Praxis, so auch eine Befragung von  Jobs.de aus Februar 2011.

Und wie verfasst man nun ein Anschreiben? Am besten nach dem AIDA-Konzept. Dies können Sie in meinem Artikel „Das Anschreiben“ nachlesen. Wenn Sie dann Ihres, passend auf das Angebot und Ihre Kompetenz bzw. Ihrem Nutzen dafür, verfassen, dann ist es keine sinnlose Zeitverschwendung. Denn immerhin 49 % der befragten Manager glauben „daran die Qualität eines Bewerbers einschätzen zu können“.

Viel Erfolg

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